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Das Wunder des Sehens bewahren

Drucken 22.11.2011, 00:00 Uhr, Wellness und Pflege
(djd). Gerade im Bereich der Augenheilkunde hat die Medizintechnik enorme Fortschritte gemacht. Mit Hilfe von hochmodernen Hightechgeräten können Augenärzte heute Erkrankungen des Auges in einem sehr frühen Stadium diagnostizieren - lange bevor der Patient eine Beeinträchtigung seiner Sicht wahrnimmt. Denn viele Augenerkrankungen treten schleichend auf und werden von den Betroffenen erst spät wahrgenommen. "Je früher Augenerkrankungen erkannt werden, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung", sagt Professor Dr. Bernd Bertram, 1. Vorsitzender des Berufsverbands der Augenärzte (BVA). "Daher sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt so wichtig." Sieht der Augenarzt in der Vorsorgeuntersuchung die Notwendigkeit weiterer diagnostischer Schritte bei neu aufgetretenen, auffälligen Augenbefunden, können Hightechgeräte durch ihre präzisen Messwerte die Wahl der optimalen Behandlungsmethode erleichtern. Krankheitsverläufe können genauestens dokumentiert und Behandlungserfolge kontrolliert werden. Unter www.augeninfo.de gibt es mehr Informationen dazu.

Den grünen Star rechtzeitig erkennen

Eine der wichtigsten modernen Diagnosemöglichkeiten des Augenarztes ist die HRT-Untersuchung, bei der der Sehnervenkopf optisch abgetastet und vermessen wird. Sie stellt einen großen Fortschritt in der Verlaufsdiagnostik des grünen Stars (Glaukom) dar. Mit ihr kann der Augenarzt auch kleine Verschlechterungen der Erkrankung feststellen und aufgrund des Befunds im Kontext mit seinen anderen Untersuchungsbefunden die Therapie steuern. Mit Hilfe eines ungefährlichen Laserstrahls scannt der HRT den gewünschten Netzhautbereich in drei verschiedenen Ebenen sekundenschnell ab. Auf diese Weise erhält man eine Art dreidimensionale Landkarte des Sehnervenkopfs (Papille). Ein Computer vergleicht die ermittelten Daten für jeden einzelnen Messpunkt mit den Werten der vorherigen Messungen bei diesem Patienten. Die Untersuchung mit dem HRT ist völlig schmerzfrei und für das Auge ungefährlich.

Neue Möglichkeiten der Netzhautdiagnostik

Eine weitere bedeutende Diagnosemöglichkeit ist die sogenannte OCT-Untersuchung. Mit ihr gelingt eine exakte optische Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut. Ähnlich dem Ultraschall werden bei der Untersuchung mit der OCT einzelne Gewebeschichten abgetastet und im Schnittbild dargestellt. Statt Schall verwendet das Gerät harmlose Lichtimpulse, die eine deutlich feinere Auflösung und Darstellung der untersuchten Strukturen erlauben.

Damit eröffnet sich eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle bei vielen Netzhauterkrankungen. Da die Netzhaut nicht von Schmerzfasern durchzogen ist, verlaufen Netzhauterkrankungen schmerzfrei: Wenn beim Patienten Symptome wie Schatten oder eine Sehverschlechterung auftreten, ist oft bereits ein Teil der Netzhaut irreparabel geschädigt. Mit der OCT kann der Augenarzt auch sehr feine Veränderungen bei Erkrankungen wie der altersassoziierten Makuladegeneration (AMD) oder der diabetischen Retinopathie in einer hohen Qualität darstellen und damit besser diagnostizieren. Bei Glaukom-Patienten lassen sich mit diesem Gerät bereits in der Anfangsphase der Erkrankung geringe Veränderungen an den Nervenfaserbündeln um den Sehnervenkopf feststellen - und entsprechend das Glaukom früher und besser behandeln.

"Augenärzten steht heute eine ganze Bandbreite an Hightech-Diagnostikmethoden zur Verfügung", so Professor Dr. Bertram. "Kombiniert mit neuen, innovativen Therapieverfahren können wir heutzutage vielen Patienten helfen, die früher erblindet wären."

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