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Schlaganfall: Risikofaktor Vorhofflimmern

Drucken 20.10.2011, 00:00 Uhr, Wellness und Pflege
(djd). Wenn durch Vorhofflimmern das Herz aus dem Takt gerät, bemerken viele Menschen das gar nicht. Denn die Herzrhythmusstörung bleibt oft ohne Symptome und wird erst spät diagnostiziert. Dabei ist Vorhofflimmern keine Seltenheit: Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet daran. Damit ist es die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung und zu einer echten "Volkskrankheit" geworden. In Deutschland sind fast eine Million Menschen davon betroffen.

Gerinnselbildung im Herzen

Bei Vorhofflimmern ziehen sich die Herzvorhöfe unregelmäßig und meist zu schnell zusammen oder "flimmern". Das Herz pumpt nicht mehr effektiv, immer wieder staut sich Blut in den Vorhöfen. Das kann zur Bildung von Blutgerinnseln führen. Wenn sich diese Gerinnsel lösen, können sie mit dem Blutfluss zum Beispiel in das Gehirn geschwemmt werden. Dort können die Gerinnsel Blutgefäße blockieren und einen Schlaganfall verursachen. Aus diesem Grund haben Patienten mit Vorhofflimmern ein deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Unbekanntes Schlaganfallrisiko

Vielen Betroffenen ist dieser Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und der Schlaganfallgefahr allerdings nicht bekannt. Dabei sind Schlaganfälle, die aufgrund von Vorhofflimmern entstehen, oft besonders schwerwiegend. Häufiger als Schlaganfälle anderer Ursache enden sie tödlich oder führen zu bleibenden Behinderungen. Viele durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle können jedoch mit einer vorbeugenden Therapie verhindert werden.

Dem Schlaganfall vorbeugen

Eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten setzt die Gerinnungsneigung des Blutes herab und kann so der Gerinnselbildung im Herzen vorbeugen. Eine frühzeitige Diagnose der Herzrhythmusstörung und der rechtzeitige Start einer gerinnungshemmenden Therapie zur Vermeidung von Schlaganfällen sind deshalb besonders wichtig. Mehr Informationen rund um Vorhofflimmern und das Schlaganfallrisiko finden Betroffene und Interessierte online zum Beispiel unter www.vorhofflimmern.de, dort kann auch eine Patientenbroschüre mit Informationen zu Erkrankung und Therapie heruntergeladen werden.

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